Die häufigsten Geocache-Arten bei Geocaching – Traditionelle, Multis, Rätsel- & Event-Geocaches

In meinem ersten Beitrag zu den Geocaching-Geocache-Arten möchte ich dir die vier vielleicht häufigsten Varianten vorstellen. Ich spreche dabei von Traditionellen Geocaches, den Multicaches, den Mysteries und den Event-Geocaches. Letztere habe ich bewusst hier aufgenommen, da sie besonders in den Städten gehäuft stattfinden.


Der Traditionelle Geocache (Tradi oder auch Traditional Cache)

Der Traditionelle Geocache (Traditional Cache) wird auch einfach nur kurz Tradi genannt und bezeichnet die ursprüngliche Form eines Geocacheversteckes. Vielleicht erinnerst du dich an Dave Ulmer, den gewitzten Typen aus Portland (USA), welcher einen Eimer mit Dosenbohnen versteckt hatte? Sein damaliger sogenannter Stash ist diese sogenannte Urform. Also genau das, was wir heutzutage als traditionellen Geocache (Tradi) kennen. Dieser ist am häufigsten anzutreffen und seine Koordinaten führen direkt zum Versteck.

Der Klettercache – eine besondere Geocaching-Geocache-Art

Der Klettercache muss nicht zwingend ein Traditioneller, oder Traditional, Geocache sein. So gibt es auch Multi-Geocaches (Multicaches) und Rätsel-Geocaches (Mysteries), welche zum Klettern einladen. Allerdings kommt er sehr häufig als Tradi vor und deshalb möchten wir ihn hier schon einmal erwähnt haben.
Dieser Klettercache verlangt ein ganz besonderes Geschick. Deshalb solltest du diesen auch nur wirklich dann suchen, wenn du wirklich weißt was du zu tun hast. So ist dieser, ohne Zweifel, ein Cache, bei dem man sich auch ernsthaft verletzten kann. Besonders dann, wenn man nicht die richtige Kletter-Ausrüstung* verfügt. Aber auch ohne Klettererfahrung und Unterstützung beim Bergen begibt man sich in Gefahr.
In meinen Augen ist er etwas sehr Besonderes und hätte deshalb seine eigene Rubrik verdient. Trotzdem wird diese Art bei Geocaching.com nicht separat gelistet und du musst gezielt nach ihm suchen. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal. Ich widme ihm jedenfalls jetzt schon seinen eigenen Bereich.

Klick dich einfach hier bei meinem Beitrag zum Klettercache hinein.

Ein klein wenig Geocaching-Geschichtsunterricht

Vielleicht kennst du meinen kleinen Exkurs zum ersten Geocache noch nicht. Wenn dem so sein sollte, dann möchten ich ihn dir nicht vorenthalten. So passt er wunderbar zum traditionellen Geocache, da er, wie du erkennen wirst, die Urform des Geocaches darstellt.

Im Jahr 2000 schalteten Amerikaner ein Störsignal ab, welches weltweit die Satelittensignale verschlechterte. So wurde ab diesem Zeitpunkt die Navigation mit GPS-Geräten für jeden Menschen nutzbar. Auch Dave Ulmer, aus Portland (USA), war vermutlich ganz begeistert davon, denn er hatte eine verrückte Idee und versteckte einen Eimer mitten im Wald. Darin befanden sich ein paar Kleinigkeiten für den erfolgreichen Finder. So gab es eine Musik-CD und eine Videokassette. Außerdem auch eine Steinschleuder*, ein Buch und ein paar Geldscheine. Natürlich dachte Dave Ulmer auch an das leibliche Wohl des Finders und legte noch eine Dose Bohnen dazu.
Anschließend veröffentliche er die Koordinaten zu seinem Geheimversteck (Stash) im Internet und schon am nächsten Tag wurde der sein Eimer gefunden. Natürlich mit Hilfe eines GPS-Gerätes.
Dave Ulmer war so begeistert von seiner verrückten Idee, dass er eine eigene Webseite erstellte. Auf dieser veröffentlichte er dann weitere Stashes und Koordinaten. Geocaching war geboren.

Danke, Dave!


Multi-Geocache (Multicaches, Multis)

Der Multi-Geocache wird auch als Multicache, oder einfach nur Multi, bezeichnet. Dieser verfügt über mehrere Einzelstationen. Bei ihm erfährst du nur die Startkoordinaten und musst die restlichen Koordinaten bis zum Versteck (Final) selbst heraus finden. So erinnert er dabei ein wenig an eine Schnitzeljagd, wie du sie vielleicht aus deiner Kindheit kennst.

Hier musst du verschiedene Arten von Aufgaben lösen, um die jeweiligen Koordinaten herauszufinden. Manchmal liest du irgendwelche Zahlen ab und machst fleißig Rechenaufgaben. Aber es gilt andere Hinweise zu finden, welche kombiniert werden müssen. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielfältig und je nach Kreativität des Versteckers (Owners) sehr interessant.
Beim Multi-Geocache (Multicache) ist es deshalb sehr wichtig, die Beschreibung genau zu lesen. Du würdest dich mit Sicherheit sehr ärgern, wenn du den Final nur deshalb nicht findest, weil du zu unaufmerksam warst.

Tatsächlich kann es auch deine Aufgabe sein, einfach nur mehrere Einzeldosen zu suchen. Hier findest du immer wieder die Koordinaten und/oder weitere Hinweise zur nächsten Station. Dieses Spiel dauert unterschiedlich lange und führt dich dann letztendlich auch zum eigentlichen Versteck, dem sogenannten Final.

Manche Multi-Geocaches (Multis) sind sehr kurz und du kannst sie schnell finden. Andere wiederum können aber auch richtig lang sein. Dabei spreche ich hier von mehreren Kilometern. Bei diesen Arten sollte das allerdings auch in der Beschreibung zum Multicache erwähnt sein.
Letztendlich kann so ein Multicache zu einem schönen Spaziergang oder Wanderausflug werden. Dabei sammelst du ganz nebenbei noch ein paar traditionelle Geocaches (Tradis) ein.

Der Nachtcache (NC) – eine weitere besondere Geocaching-Geocache-Art

Eine sehr schöne Form des Multi-Caches ist der sogenannte Nachtcache, oder auch Nightcache. Du erkennst ihn gegebenfalls am dem Kürzel „NC“ in seinem Namen. Diesen Nachtcache kannst du nur, wie es der Name schon sagt, nur in der Nacht finden. Hier benötigst du immer eine Taschenlampe* und orientierst dich an Feuernadeln* oder anderen Reflektoren.
Du kannst dir sicher vorstellen, dass die kleinsten Geocacher von dieser Art geführter Nachtwanderung begeistert sind.
In meinen Augen ist er etwas sehr Besonderes und hätte deshalb seine eigene Rubrik verdient. Trotzdem wird diese Art bei Geocaching.com nicht separat gelistet und du musst gezielt nach ihm suchen. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal. Ich widme ihm jedenfalls jetzt schon seinen eigenen Bereich.

Klick dich einfach hier bei meinem Beitrag zum Nachtcache hinein.


Rätsel-Geocache (Mystery Cache)

Der Rätsel-Geocache wird auch als Mystery-Cache bezeichnet. Hier ist es so, dass die genannten Koordinaten nichts mit der endgültigen Position des Caches zu tun haben. In der Regel sind diese einfach nur irgendwo in dessen Nähe platziert.

Du musst hier immer verschiedene Arten von Aufgaben erfüllen, um an die tatsächlichen Koordinaten zu kommen. Dabei sind diese Aufgaben unterschiedlich leicht bis schwer und decken alle nur erdenklichen Wissensgebiete ab. Bei den richtig harten Aufgaben kann es echt frustrierend sein, wenn sich einfach kein Lösungsansatz finden lässt. Ich persönlich habe das bislang nicht nur einmal erlebt.
Bist du dann soweit und hast den Code geknackt, oder die Aufgabe gelöst, dann ist es meistens nicht mehr allzu schwer. Oftmals findest du den Rätsel-Geocache wie einen traditionellen Geocache. Aber natürlich kann es sich ergeben, dass der Mystery-Cache, ebenso wie ein Multicache, über mehrere Stationen verfügt.

Zwei Beispiele für einen Rätsel-Geocache

Persönlich kann ich mich noch an sehr gut an zwei meiner ersten Rätsel-Geocaches erinnern. Damals nannte man sie noch Unknown Geocache. Die Namen möchte ich hier nicht nennen, sonst wäre das ein Spoiler. Sozusagen ein Verraten von Hinweisen und ein verderben der eigentlichen Aufgabenstellung.

Beim Ersten gab es einen Kartenausschnitt mit einem Autobahnkreisel zu sehen. Diesen musste ich finden, also forschte ich mit Google Maps nach und suchte nach genau diesem Bild. Das Ganze wollte mir aber irgendwie nicht gelingen, denn ich fand einfach nichts. Also überlegte ich weiter und dann machte es Klick. So schaute ich mir alle möglichen Optionen noch einmal genauer und drehte sie in Gedanken. Bingo! Volltreffer! Der gezeigte Kartenausschnitt des Rätsel-Geocaches war verdreht. Somit war jetzt alles relativ leicht, denn für den Abschluss musste ich nur noch die Wegbeschreibung vor Ort beachten.

Der Zweite war schon sehr harter Tobak. Hier gab es nur ein Foto. Es zeigte einen Geocacher, vermutlich den Owner des Rätsel-Caches, mit zahlreicher Grundausstattung. Aufgrund dessen überlegte ich lange Zeit in gänzlich verkehrter Richtung und nur durch Zufall bekam ich einen wertvollen Hinweis. Man kann Textdateien in Bilddateien verstecken. Also probierte ich dieses bei dem besagten Foto des Geocaches, nachdem ich endlich ein entsprechendes Tool gefunden hatte. Damit offenbarten sich dann endlich die gesuchten Koordinaten in Sekundenschnelle und ich verzeichnete wenige Tage später einen erfolgreichen Fund.

Zwei leichte Wege zum Rätsel-Geocache

Es gibt auch zwei einfache Möglichkeiten, einen erfolgreichen Rästelcache-Fund zu verzeichnen. Eine etwas langwierige ist der Challenge-Geocache. Hier musst du nur die Logbedingungen erfüllen. Das erfordert meist nur Einsatz deinerseits, aber kein Kopfzerbrechen und Grübeln.

Am allerleichtesten sind sogenannte Bonuscaches. Diese Rätsel-Geocaches findest du, wenn du vorher die entsprechenden Koordinatenschnipsel in den dazugehörigen traditionellen Geocaches oder Multi-Geocaches eingesammelt hast.


Event-Geocaches – eine Geocaching-Geocache-Art für ein Treffen unter Freunden

Der Event-Geocache dient der Geocacher-Gemeinschaft für gemeinsame Treffen und Veranstaltungen. Dort lernt man sich kennen und tauscht sich aus. Natürlich sollte bei solchen Events auch ein Logbuch nicht fehlen. Außerdem besteht auch eigentlich immer die Möglichkeit Travelbugs* und Geocoins* zu tauschen. Des Weiteren kann man sich hier auch einen Rat holen, wenn man mit einem schwierigem Rätselcache nicht weiter kommt, oder sonstige Anliegen hat.
Es gibt richtig groß aufgestellte Eventcaches, aber auch kleine Stammtischevents. Dabei verweisen die im Netz angegeben Koordinaten stets auf den Ort der Veranstaltung.
Ich möchte alle Arten einzeln erläutern, aber einem möchten ich eine ganz besondere Aufmerksamkeit widmen – dem Cache in Trash Out.

Das Cache In Trash Out Event – Geocaching und die sauberste Geocache-Art

Bei dieser Variante des Eventcaches brauchst du unbedingt einen Müllsack und Handschuhe*. Auch hier sind die Koordinaten und das Datum festgelegt. Natürlich wirst du dort auch andere Geocacher Treffen und kennenlernen. Der Fokus liegt hier aber beim eigentlichen Koordinatenumfeld.
Die wichtigste Aufgabe ist es bei diesem Event-Geocache, die Natur von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.

Wie ich finde, ist dieses die schönste und wichtigste Form der Event-Caches, denn die Natur ist unsere Spielwiese.

Geocaching und weitere Event-Geocache Arten

Zuerst die Geocaching HQ Block-Party. Darunter versteht man eine sich wiederholende Geocaching-Party. Sie wird vom Geocaching HQ Team in Seattle organisiert. Eigentlich sollte sich diese jährlich wiederholen, aber die Letzte fand im Jahr 2015 statt. Neusten Meldungen zufolge ist allerdings für 2020 eine neue HQ Block-Party angekündigt.
Hinter der Bezeichnung „Community Celebration Event“ versteckt sich das, was lange Zeit als Lost and Found Event bekannt war.
Ein Mega-Event-Geocache ist eine Cachertreffen von mehr als 500 Mitglieder. Noch größer ist der Giga-Event-Geocache. Hier sind dann schon 5000 Mitglieder zu erwarten.

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